Michel de Montaigne war eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der Renaissance und trug maßgeblich zur Popularisierung des Essays als literarische Form bei. Diese Penguin Classics-Ausgabe der gesammelten Essays ist aus dem Französischen übersetzt und von M. A. Screech herausgegeben und mit einer Einleitung und Anmerkungen versehen.
1572 zog sich Montaigne auf seine Güter zurück, um sich Muße, Lektüre und Nachdenken zu widmen. Dort verfasste er seine stetig wachsenden „Essays“, inspiriert von den Ideen seiner Bibliothek und seinen eigenen Erfahrungen. Er behandelte so unterschiedliche Themen wie Kriegspferde und Kannibalen, Poesie und Politik, Sexualität und Religion, Liebe und Freundschaft, Ekstase und Erfahrung. Vor allem aber erforschte Montaigne sich selbst, um sein eigenes Wesen und das der Menschen im Allgemeinen zu ergründen. Die Essays zählen zu den eigenwilligsten und persönlichsten Werken der gesamten Literatur und bieten einen faszinierenden Einblick in den weisen Geist der Renaissance. Auch heute noch erfreuen und bereichern sie die Leser.
Mit ihrer ausführlichen Einleitung und den Anmerkungen gilt MA Screechs Montaigne-Ausgabe weithin als die bedeutendste der jüngeren Geschichte.
Michel de Montaigne (1533–1586) studierte Jura und arbeitete einige Jahre als Berater, bevor er sein Leben dem Lesen, Schreiben und Nachdenken widmete.