Ein Neuropsychologe nimmt in diesem Überblick über die heutige Psychedelika-Szene zehn verschiedene Drogen.
Einst verteufelt und größtenteils immer noch illegal, gelten psychedelische Drogen heute offiziell als bahnbrechende Therapie, die zur Behandlung von Depressionen, Traumata und Suchterkrankungen sowie zur Steigerung des Wohlbefindens eingesetzt wird. Doch wie der Neuropsychologe Andy Mitchell in dieser tiefgründigen und zugleich äußerst unterhaltsamen Untersuchung aufzeigt, verkennt dieser Ansatz das Besondere und Wertvolle an ihnen: die psychedelische Erfahrung selbst.
In Zehn Reisen Er nimmt zehn verschiedene Drogen in zehn verschiedenen Umgebungen und reist dabei von einem Neuroimaging-Labor in London über das Silicon Valley und die Kellerküche eines Freundes bis in den kolumbianischen Amazonas. Seine Begegnungen mit Wissenschaftlern und Gangstern, Risikokapitalgebern und Betrügern, Psychonauten und Schamanen bieten einen umfassenden Einblick in die heutige Wirkung von Psychedelika: ihr Potenzial zur Heilung, aber auch zur Traumatisierung, zur Transzendenz und zum Verfall, zur Tiefe und zur Heiterkeit.
Indem wir Psychedelika aus ihren angestammten und alternativen Kulturen herauslösen, riskieren wir, genau das zu verlieren, was wir brauchen, um sie zu nutzen. Sie als harmlos oder normal zu betrachten, könnte letztendlich ihre Wirkung zerstören. Dieses Potenzial ist in der Tat enorm, nicht als Heilmittel gegen psychische Erkrankungen – ein solches existiert nicht –, sondern als Möglichkeit, unsere gesamte Sichtweise auf psychische Gesundheit und Wohlbefinden zu verändern.
Zehn Reisen ist eine schillernde, die Wahrnehmung verändernde Odyssee, die zeigt, wie Psychedelika uns wieder mit der Welt verzaubern können.