1914: Der junge Anton Heideck ist in Wien angekommen, voller Tatendrang, sich als Journalist einen Namen zu machen. Während er nebenbei als Privatlehrer arbeitet, begegnet er Delphine, einer Frau, die verblüffende Offenheit mit tiefer Verschlossenheit verbindet. Geblendet von der ersten Liebe, fühlt sich Anton gesegnet. Bis sein Land ihrem den Krieg erklärt.
1927: Lenas Leben mit ihrer trunksüchtigen Mutter in einer Kleinstadt war trostlos und kalt. Sie glaubt fest daran, zu nichts zu fähig zu sein, bis der junge Anwalt Rudolf Plischke sie nach Wien entführt. Doch die Hauptstadt erweist sich als unerbittlich. Lena gibt ihren Großstadttraum auf und nimmt eine einfache Arbeit im eingeschneiten Sanatorium Schloss Seeblick an.
1933: Anton, der noch immer mit dem Verlust so vieler Freunde an der Ostfront ringt, erhält als etablierter Schriftsteller von einer Zeitschrift den Auftrag, das geheimnisvolle Schloss Seeblick zu besuchen. An diesem Ort der Heilung, am Ufer eines silbrig schimmernden Sees, wo die Tiefen menschlichen Leids und die Möglichkeiten der Erlösung erforscht werden, begegnen sich zwei Menschen wie zum ersten Mal.