Ein Roman über Kunst, Zeitreisen, Liebe und Seuchen, der den Leser von Vancouver Island im Jahr 1912 zu einer dunklen Kolonie auf dem Mond fünfhundert Jahre später führt und eine Geschichte der Menschheit über Jahrhunderte und den Weltraum hinweg entfaltet.
Edwin St. Andrew ist achtzehn Jahre alt, als er nach einer unbedachten Tirade bei einem Abendessen mit dem Dampfschiff den Atlantik überquert, verbannt aus der feinen Gesellschaft. Er dringt in den Wald ein, gebannt von der Schönheit der kanadischen Wildnis, und vernimmt plötzlich die Töne einer Geige, die in einem Luftschiffterminal widerhallen – ein Erlebnis, das ihn zutiefst erschüttert.
Zwei Jahrhunderte später befindet sich die berühmte Schriftstellerin Olive Llewellyn auf Lesereise. Sie bereist die ganze Erde, doch ihr Zuhause ist die zweite Mondkolonie – ein Ort aus weißem Stein, spitzen Türmen und künstlicher Schönheit. In ihrem Bestseller-Roman über die Pandemie findet sich eine seltsame Passage: Ein Mann spielt in der hallenden Halle eines Luftschiffterminals Geige, um sich etwas Geld zu verdienen, während um ihn herum die Bäume eines Waldes emporwachsen.
Als Gaspery-Jacques Roberts, ein Detektiv im von schwarzem Himmel umgebenen Night City, den Auftrag erhält, eine Anomalie in der nordamerikanischen Wildnis zu untersuchen, stößt er auf eine Reihe von Leben, die aus den Fugen geraten sind: den verbannten Sohn eines Grafen, der dem Wahnsinn verfallen ist, einen Schriftsteller, der fernab der Heimat gefangen ist, während eine Pandemie die Erde verwüstet, und einen Jugendfreund aus Night City, der wie Gaspery selbst die Chance erahnt hat, etwas Außergewöhnliches zu tun, das den Zeitablauf des Universums durcheinanderbringen wird.
„Sea of Tranquility“ ist eine virtuose Darbietung, die ebenso menschlich und zart wie intellektuell verspielt ist – ein Roman über Zeitreisen und Metaphysik, der die Realität unserer Gegenwart präzise einfängt.