In diesen sieben Geschichten von Menschen aus Bloomington , Unsere eigenwilligen Erzähler geraten in die ungewöhnlichsten Umstände und begegnen den eigenwilligsten Menschen. Angesiedelt in Bloomington, Indiana, wo der Autor in den 1970er-Jahren als Student lebte, ist dies weit entfernt vom idyllischen Bild einer amerikanischen Kleinstadt. Aufgeteilt in Wohnungen und Mietzimmer, durchzogen von langen, leeren Straßen und Entfernungen, die nur mit dem Auto zurückgelegt werden können, ist es ein Ort, an dem Einsame allzu leicht einsam bleiben; wo Menschen einerseits obsessiv neugierig auf andere sind, andererseits aber keine echten Beziehungen zu irgendjemandem aufbauen können. Die Figuren spüren ihre Einsamkeit schmerzlich und distanzieren sich dennoch bewusst von anderen. Budi Darma zeichnet eine realistische Welt, dargestellt durch einen absurden Rahmen, morbide und komisch zugleich.
Seit Jahrzehnten beeinflusst und inspiriert Budi Darma zahlreiche Schriftsteller, Künstler, Filmemacher und Leser in Indonesien, doch seine Geschichten sind zeitlos und ortsunabhängig. Mit „Die Menschen aus Bloomington“ führt er uns zu einer Universalität, die Leser weltweit erkennen: die Grausamkeit des Lebens und die Schwierigkeiten, mit denen Menschen im Umgang miteinander und in der Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Identität konfrontiert sind. Die Geschichten handeln nicht von „Fremdheit“ im Sinne von Kultur, Herkunft oder Nationalität. Vielmehr sind sie ein Zeugnis dafür, dass jeder Mensch, unabhängig von Nationalität oder Herkunft, auf seine Weise fremd ist und denselben Qualen, Misstrauen, Sehnsüchten und Eigenheiten des Geistes unterliegt.