Am Rande Der Film beginnt mit der Entdeckung einer verwesenden Leiche in den Sümpfen am Rande von Olba in Spanien – einer Stadt, die nach dem Platzen der Wirtschaftsblase von Verzweiflung geplagt ist und ein Mikrokosmos einer Welt der Niederlage, der Verschuldung und der Korruption darstellt.
In dieser Stadt sitzt Esteban fest – seine kleine Fabrik ist bankrott, seine Investitionen von einem „Freund“ gestohlen, und sein ungeliebter Vater, ein stummer Kranker, ist seine ganz persönliche Last. Ein Großteil des Romans entfaltet sich in Estebans rohen und gequälten Monologen. Doch aus den Trümmern hallen andere Stimmen wider, und ihre Worte, scharf wie Messer, drängen sich in ihre knappen, hypnotischen Monologe von Ruin, Prostitution und Verlust.
Chirbes wechselt diesen Chor von Stimmen mit einer majestätischen Erzählung in der dritten Person ab und verleiht dem Ganzen eine tiefgründige und bewegende Lyrik. Sie weckt die Hoffnung, dass aus den fauligen Sümpfen neues Leben erwachen kann. „ Am Rande des Abgrunds“ pulsiert, trotz seiner schonungslosen Kritik, vor kraftvollem Leben, und sein rhythmischer, mitreißender Stil macht den Roman zu einem unvergesslichen Meisterwerk.