Zu Beginn dieses dringlichen, genreübergreifenden Buches reist eine Frau, die durch ihre Social-Media-Posts jüngst Berühmtheit erlangt hat, um die Welt, um ihre Fans zu treffen. Sie ist überwältigt von der neuen Sprache und den neuen Umgangsformen dessen, was sie „das Portal“ nennt, wo sie mit der unerschütterlichen Überzeugung ringt, dass ein riesiger Chor von Stimmen nun ihre Gedanken diktiert. Als existenzielle Bedrohungen – vom Klimawandel und wirtschaftlicher Unsicherheit bis zum Aufstieg eines ungenannten Diktators und einer Epidemie der Einsamkeit – immer bedrohlicher werden, postet sie sich immer tiefer in die Leere des Portals. Eine Lawine von Bildern, Details und Anspielungen türmt sich auf und formt eine Landschaft jenseits von Sinn, Ironie und allem. „Sind wir in der Hölle?“, fragen sich die Menschen des Portals. „Werden wir das alle bis zu unserem Tod so weitermachen?“
Plötzlich durchbrechen zwei SMS ihrer Mutter das Getümmel: „Etwas ist schiefgelaufen“ und „Wie schnell kannst du hier sein?“ Während das reale Leben und seine Konsequenzen mit den immer absurderen Eskapaden des Portals kollidieren, sieht sich die Frau einer Welt gegenüber, die sowohl eine Fülle von Beweisen für Güte, Empathie und Gerechtigkeit im Universum als auch eine Flut von Beweisen für das Gegenteil zu enthalten scheint.
Fragmentarisch und allwissend, scharfsinnig und aufrichtig – „ No One Is Talking About This“ ist zugleich eine Liebeserklärung an die endlose Schriftrolle und eine tiefgründige, moderne Meditation über Liebe, Sprache und menschliche Beziehungen aus der Feder einer einzigartigen Stimme der amerikanischen Literatur.