Henning Mankells letzter Roman handelt von einem alternden Mann, dessen ruhiges, einsames Leben auf einer abgelegenen Insel vor der Küste Schwedens völlig auf den Kopf gestellt wird, als sein Haus in Brand gerät.
Fredrik Welin ist ein ehemaliger Chirurg, der sich vor Jahrzehnten in Ungnade zurückgezogen und sich auf eine winzige Insel zurückgezogen hat, auf der er als einziger lebt. Er hat eine Tochter, die er nur selten sieht, und sein Postbote Jansson ist ihm zugleich Freund und Widersacher. Er ist vollkommen zufrieden damit, seine Tage in stiller Einsamkeit zu verbringen.
An einem Herbstabend wird er jäh von einem blendenden Licht geweckt – und muss feststellen, dass sein Haus brennt. Mit Janssons Hilfe entkommt er in letzter Sekunde den Flammen, nur mit zwei linken Stiefeln. Im Morgengrauen sieht er, dass sein gesamter Besitz nur noch ein rauchender Aschehaufen ist und sein Haus zerstört ist. Er ist gezwungen, in einen verlassenen Wohnwagen auf seiner Insel zu ziehen. Die Lokaljournalistin Lisa Modin, die über den Brand berichten will, tritt in sein Leben. Dadurch weckt sie in ihm etwas, das er längst für tot gehalten hatte. Kurz darauf kommt seine Tochter mit überraschenden Neuigkeiten auf die Insel. Unterdessen verdächtigt die Polizei Fredrik der Brandstiftung, da er eine beträchtliche Versicherungssumme für sein Haus gemeldet hat. Als Fredrik nicht auf dem Archipel ist, brennt ein weiteres Haus ab, und die Gemeinschaft erkennt, dass sich ein Brandstifter in ihren Reihen befindet. „ Nach dem Feuer“ ist ein intimes Porträt eines älteren Einsiedlers, der gezwungen ist, sich einer Welt zu öffnen, die er längst hinter sich gelassen hatte.