U. G. Krishnamurti beschrieb Erleuchtung bekanntlich als einen neurobiologischen Zustand ohne religiöse, psychologische oder mystische Implikationen. Er hielt keine Vorträge, gründete keine Organisationen, veranstaltete keine Versammlungen und gab an, keine Botschaft für die Menschheit zu haben.
Bekannt als „Anti-Guru“, „wütender Weiser“ und „Denker, der das Denken ablehnt“, verbrachte UG sein Leben damit, etablierte Überzeugungen in Wissenschaft, Gott, Geist, Seele, Religion, Liebe und Beziehungen – all das, was dem Menschen Halt im Leben gibt – zu zerstören. Nachdem er all jenen, die zu ihm kamen, jegliche Unterstützung entzogen hatte, weigerte er sich, sie durch seine eigenen zu ersetzen und beharrte stets darauf, dass jeder seine eigene Wahrheit finden müsse.
Als UG wusste, dass seine Zeit gekommen war zu gehen, lehnte er alle Versuche ab, sein Leben medizinisch zu verlängern. Er überließ der Natur und seinem Körper ihren Lauf.
Am Nachmittag des 22. März 2007 verstarb UG Krishnamurti in Vallecrosia, Italien.
Ein schlichter, zutiefst persönlicher Bericht über die letzte Zeit am Sterbebett. „A Taste of Life“ dokumentiert die letzten Tage, die der bekannte Filmemacher Mahesh Bhatt mit UG Krishnamurti verbrachte. Der Film erzählt, wie UG im Tod den Autoren und uns einen Weg zum Leben aufzeigt.