Was veranlasst uns, an Monster zu glauben? Was geschieht, wenn wir den brutalen Kreaturen unserer Albträume begegnen?
Geschichten vom Yeti, dem „Schrecklichen Schneemenschen“ des Himalaya, werden seit Jahrhunderten überliefert. Dieses riesige, affenähnliche, behaarte Wesen fasziniert Forscher, Bergsteiger und Einheimische gleichermaßen mit seinen rätselhaften Fußspuren und scheuen Erscheinungen. Doch bis vor Kurzem konnte niemand dieses mythische Wesen identifizieren oder gar seine Existenz bestätigen.
Auf einer Expedition in das abgelegene Himalaya-Königreich Bhutan entdeckte und filmte Graham Hoyland Fußspuren des mythischen Yeti in einem Teil des Landes, der zuvor noch nie von westlichen Forschern besucht worden war. In einem abgelegenen Tal nahe des unbestiegenen Berges Gangkar Punsum glaubt Hoyland, von dem mysteriösen Yeti verfolgt worden zu sein, einem Wesen von unbeschreiblicher Stärke, das laut Einheimischen einen Yak mit einem einzigen wilden Faustschlag töten kann.
Während er in die faszinierende Geschichte dieser uralten Legende eintaucht, hört Hoyland Geschichten vom Yeti von Sherpas, die vergeblich versucht haben, ihn aufzuspüren. Er erforscht die literarischen Hintergründe der Legende und begibt sich auf die Suche nach dem amerikanischen Cousin des Yeti, Bigfoot, dem Ungeheuer von Loch Ness, und dessen afrikanischer Verwandten, Mokèlé-Mbèmbé. Von der zweifelhaften, mystischen Pseudowissenschaft der Nazis in den 1930er-Jahren bis hin zu unserem heutigen Zeitalter von „Postfaktizität“ und „Fake News“ untersucht Hoyland die uralten kulturellen Phänomene, die unser kollektives Bewusstsein geprägt und den Glauben an die Existenz dieser monströsen Kreaturen genährt haben.