Dieses Buch wirft ein neues Licht auf die wichtige, aber vielfältige Rolle der Frauen im nepalesischen Bürgerkrieg (1996-2006) und in der anschließenden Wiederaufbauphase (2006-2016).
Eine kritische Auseinandersetzung mit der Literatur zu Frauen, Frieden und Sicherheit Frauen, Frieden und Sicherheit in Nepal Das Buch hinterfragt das Potenzial von Friedensprozessen, Frauen zu stärken, und betont gleichzeitig die zentrale Bedeutung einer Geschlechterperspektive in der Konflikt-, Sicherheits- und Friedensforschung. Nach der Unterzeichnung des Umfassenden Friedensabkommens von 2006 erlebte Nepal einen enormen Aufschwung in der politischen Repräsentation von Frauen in der nachfolgenden Verfassungsgebenden Versammlung – ein Meilenstein für die Stärkung der Frauenrechte in Südasien. Die Mobilisierung nepalesischer Frauen trug maßgeblich zu diesem Erfolg bei, während ähnliche Mobilisierungen andernorts in Südasien nicht die gleichen Ergebnisse erzielten. Worin unterscheidet sich Nepal von diesen Fällen? Anhand von Studien zum Nepal der Kriegs- und Nachkriegszeit aus einer Geschlechterperspektive untersucht das Buch kritisch die These, dass Krieg und Friedensarbeit die Transformation von Geschlechterrollen beschleunigen können. Es liefert neue Erkenntnisse zur Benachteiligung und Stärkung von Frauen in Konflikt- und Friedensprozessen und bietet zudem Anregungen für die aktuelle Debatte über Geschlechterfragen und politischen Wandel in konfliktbetroffenen Gesellschaften.
Dieses Buch dürfte für Studierende der Friedens- und Konfliktforschung, der Geschlechtersicherheit, Südasienwissenschaften und der internationalen Beziehungen im Allgemeinen sowie für politische Entscheidungsträger und Nichtregierungsorganisationen von großem Interesse sein.