Stella Gibbons' Roman „ Westwood“ ist ein scharfsinniger Bericht, der im Zweiten Weltkrieg spielt und die Geschichte von Margaret Steggles erzählt, einer schlichten und idealistischen jungen Frau, die in den Bann der wohlhabenden und künstlerisch geprägten Londoner Familie Quayne gerät. Anders als ihre lebensfrohe Freundin Hilda ist Margaret tiefgründig und sehnt sich nach intellektueller und emotionaler Erfüllung. Als sie zufällig eine verlorene Lebensmittelkarte findet, gerät sie in den Bann des charmanten, aber selbstverliebten Dramatikers Gerald Challis und in die mondäne, privilegierte Welt von Westwood, einem prachtvollen Haus, das die intellektuelle Elite der Oberschicht symbolisiert.
Je tiefer Margaret in ihr Leben hineingezogen wird, desto mehr kämpft sie mit ihren Minderwertigkeitsgefühlen und dem Gefühl unerwiderter Liebe. Die unbeschwertere Hilda hingegen findet ihr Glück mit weit weniger Aufwand, was die Auseinandersetzung des Romans mit Themen wie Klasse, Romantik und Selbsttäuschung unterstreicht.
Im Gegensatz zur satirischen Erzählung „Cold Comfort Farm“ ist „Westwood“ ein subtilerer, bittersüßer Roman, der ein detailreiches Bild des Londons der Kriegszeit, des Kontrasts zwischen den sozialen Klassen und der Kämpfe einer intelligenten, aber übersehenen jungen Frau zeichnet.
Warum sollte man dieses Buch lesen?
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Ein wunderschön geschriebener, charakterorientierter Roman, der sich mit Themen wie Klasse, Liebe und Selbstwahrnehmung auseinandersetzt.
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Ein faszinierender Einblick in London während des Zweiten Weltkriegs, reich an detailreichen Schilderungen jener Zeit.
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Eine vielschichtige, bittersüße Heldin, die gleichermaßen frustrierend und doch zutiefst nachvollziehbar ist.
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Ein Roman, der Stella Gibbons' Fähigkeit unter Beweis stellt, Humor, Ironie und ergreifende Gesellschaftskritik miteinander zu verbinden.
Über den Autor
Stella Gibbons (1902–1989) war eine englische Schriftstellerin, Dichterin und Journalistin, die vor allem für ihren Roman „Cold Comfort Farm “ (1932) bekannt ist. Obwohl dieser Roman ihr berühmtestes Werk bleibt, beweist „Westwood“ ihr Talent für nuancierte, charaktergetriebene Fiktion mit scharfsinniger Gesellschaftsbeobachtung. Gibbons schrieb über 20 Romane, von denen viele eine erneute Beachtung verdienen.