Vedisches Yoga ist das uralte System des ganzheitlichen Yoga, das von den vedischen Rishis geprägt wurde. Diese Rishis, die sich einem spirituellen Leben verschrieben hatten, entdeckten durch ihre starke Selbstdisziplin einen Entwicklungsweg jenseits der Sinneswahrnehmung und erreichten so einen vielschichtigen inneren Fortschritt. Was immer sie durch Tapasya (meditative Konzentration) erlangten, formulierten sie in einer geheimnisvollen Sprache, die sie Mantra nannten. Durch diese Rishis wurden die geheimen Worte der Veden offenbart. Die Rishis besaßen die innere Vision, das Licht der Wahrheit zu sehen (Rishya Mantradrastarah), und das innere Gehör, die Stimme der Wahrheit zu vernehmen (Satyasrutah). Sie verfügten über umfassendes spirituelles und okkultes Wissen, über die vollkommene innere Weisheit.
Die Vision und das Ideal der Rishis und des vedischen Yoga-Systems müssen heute wiederentdeckt und in einer neuen, dem modernen Denken und den Herausforderungen der heutigen Menschheit entsprechenden Form neu interpretiert werden. In diesem Kontext beleuchtet das Buch nicht nur die Lehren der alten Rishis, sondern die gesamte Rishi-Tradition von der Antike bis zur Moderne, insbesondere die Rolle von Ganapati Muni und Sri Aurobindo, mit denen der Autor seit Jahrzehnten verbunden ist.