„Unter dem Auge des Großen Vogels“ ist ein eindringlicher und zum Nachdenken anregender Roman von Hiromi Kawakami, der eine ferne, posthumanistische Zukunft entwirft. Das Buch, das aus einer Reihe miteinander verwobener Geschichten besteht, zeichnet ein fragmentarisches Bild einer Welt, in der Menschen nicht mehr geboren, sondern in Fabriken hergestellt und mit tierischen Merkmalen wie Kiemen oder der Fähigkeit zur Photosynthese versehen werden. Während die Menschen immer fremdartiger werden, werden sie von künstlichen Intelligenzen, den sogenannten „Wächtern“ und „Müttern“, überwacht, die dazu geschaffen wurden, die Überreste einer schwindenden Zivilisation zu bewahren.
In dieser stillen Apokalypse erforscht Kawakami existenzielle Fragen: Was bedeutet es, Mensch zu sein, wenn die Biologie manipuliert wird? Was geschieht mit der Gesellschaft, wenn Individualität und Fruchtbarkeit verschwinden? Und kann in einer Welt am Rande des Zerfalls noch Sinn gefunden werden?
Warum sollte man dieses Buch lesen?
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Eine erschreckende und poetische Meditation über die mögliche Evolution und das Aussterben der Menschheit.
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Wunderschön geschrieben in Kawakamis unverkennbarem Stil: karg, surreal und emotional berührend.
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Präsentiert eine zutiefst fantasievolle Zukunft mit philosophischen Reflexionen über Identität und Überleben.
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Nominiert für den International Booker Prize 2024.
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Perfekt für Leser, die spekulative Fiktion mit literarischer und kontemplativer Tiefe schätzen.
Über den Autor
Hiromi Kawakami zählt zu Japans renommiertesten zeitgenössischen Autorinnen. Ihre Werke verwischen oft die Grenzen zwischen dem Alltäglichen und dem Surrealen und erkunden Themen wie Erinnerung, Transformation und die emotionalen Feinheiten des Alltags. International bekannt für Romane wie „ Strange Weather in Tokyo“ und „The Ten Loves of Nishino“ , verleiht Kawakami all ihren Werken eine stille Kraft und lyrische Klarheit. „Under the Eye of the Big Bird“ setzt ihre Tradition fort, Erzählformen neu zu gestalten und gleichzeitig tiefgründig über die menschliche Existenz zu reflektieren.