Manchmal muss man alles verlieren, um sich selbst wirklich zu finden...
Seitdem Sandy Shortts Schulfreundin vor zwanzig Jahren spurlos verschwand, ist Sandy von der Suche nach vermissten Dingen besessen. Verlorene Gegenstände wiederzufinden, wird zu ihrem einzigen Ziel – von der einzelnen Socke, die in der Waschmaschine verschwindet, bis hin zu den verlegten Autoschlüsseln. So ist es nicht verwunderlich, dass Sandys Lebensaufgabe darin besteht, Menschen zu finden, die spurlos verschwunden sind. Sandys Familie ist ratlos und besorgt über ihre zunehmende Besessenheit. Ihre Eltern können ihren Zwang nicht verstehen, und sie entfernt sich immer weiter von ihnen, indem sie sich in der Suche nach diesen Vermissten verliert. Sie gibt ihr Leben auf, um verzweifelten Familien einen Hoffnungsschimmer zu schenken … und ihren eigenen Enttäuschungen zu entfliehen.
Jack Ruttle ist einer dieser verzweifelten Menschen. Ein Jahr ist vergangen, seit sein Bruder Donal spurlos verschwunden ist, und er hat Sandy Shortt beauftragt, ihn zu finden. Doch bevor sie Jack die dringend benötigten Informationen geben kann, verschwindet auch Sandy spurlos … und nun muss Jack selbst nach seinem Bruder und der einzigen Frau suchen, die seinen Schmerz verstanden hat.
Noch im einen Moment joggt Sandy durch den Park, im nächsten weiß sie nicht mehr, wo sie ist. Der Weg ist undeutlich. Nichts kommt ihr bekannt vor. Vor ihr öffnet sich eine Lichtung zu einem Lagerplatz, und dort entdeckt Sandy das Unmögliche: Sie ist zufällig auf den Ort – und die Menschen – gestoßen, nach denen sie ihr ganzes Leben gesucht hat, ein Land, in das alle Vermissten gehen. Weit entfernt von ihren Lieben und ihrer Heimat, vor der sie so lange geflohen ist, verfällt Sandy bald wieder in ihre alte Gewohnheit: die Suche. Doch diesmal versucht sie verzweifelt, den Weg nach Hause zu finden …