Steve Cases Karriere begann 1985 mit der Mitgründung von America Online (AOL). Damals hatten nur drei Prozent der Amerikaner Zugang zum Internet. AOL brauchte ein Jahrzehnt, um den Massenmarkt zu erobern. In den 1990er-Jahren avancierte AOL zum erfolgreichsten Unternehmen, und in der Blütezeit lief mehr als die Hälfte des gesamten Internetverkehrs von Privatkunden in den USA über den Dienst. Nachdem Case die Fusion von AOL mit Time Warner eingefädelt und den Vorsitz des fusionierten Unternehmens übernommen hatte, leitete er das größte Medien- und Kommunikationsimperium der Welt.
In „Die dritte Welle“ , das eine Hommage an das Werk des Zukunftsforschers Alvin Toffler darstellt, nimmt uns Case mit hinter die Kulissen einiger der folgenreichsten und fesselndsten Geschäftsentscheidungen unserer Zeit und bietet gleichzeitig aufschlussreiche Einblicke aus jahrzehntelanger Tätigkeit als Unternehmer, Investor, Philanthrop und Verfechter vernünftiger parteiübergreifender Politik.
Wir befinden uns, wie Case erklärt, am Beginn eines neuen Paradigmas, der sogenannten „dritten Welle“ des Internets. In der ersten Welle legten AOL und andere Unternehmen den Grundstein für den Internetzugang der Verbraucher. Die zweite Welle brachte Unternehmen wie Google und Facebook hervor, die auf dem Internet aufbauten und Such- und soziale Netzwerkfunktionen schufen, während Apps wie Snapchat und Instagram die Smartphone-Revolution nutzten. Nun, so Case, treten wir in die dritte Welle ein: eine Phase, in der Unternehmer wichtige Bereiche der realen Welt wie Gesundheit, Bildung, Transport, Energie und Ernährung grundlegend verändern werden – und damit auch unseren Alltag.
„Die dritte Welle“ ist teils Memoiren, teils Manifest und teils Leitfaden für die Zukunft.