Susan I. Hangens „The Rise of Ethnic Politics in Nepal“ stellt die gängige Annahme infrage, dass ethnische Politik neue Demokratien per se bedroht. Anhand umfangreicher ethnografischer Feldforschung argumentiert dieses Buch, dass im Kontext Nepals ethnische Bewegungen, wie die Mongol National Organization (MNO), die demokratischen Prozesse tatsächlich stärken können.
Durch die Untersuchung des Diskurses und der Bemühungen der MNO, in den 1990er Jahren in ländlichen Gebieten Ostnepals Unterstützung zu gewinnen, gewährt Hangen einen Einblick in die Demokratisierung an der Basis. Die Arbeit bietet ein nuanciertes Verständnis davon, wie ethnische Parteien agieren, zeigt deren beträchtliche Überschneidungen mit sozialen Bewegungen auf und schlägt eine Neukonzeptualisierung der Grenze zwischen Parteien und Bewegungen vor. Diese Analyse kommt zu dem Schluss, dass ethnische Parteien nicht im Gegensatz zur Demokratie stehen und dass Demokratisierung auf vielfältige, oft unerwartete Weise vonstattengeht.
Warum Sie dieses Buch lesen sollten:
- Verstehen Sie, wie ethnische Politik aufstrebende Demokratien stärken und nicht destabilisieren kann.
- Erforschen Sie die Dynamik der bedeutenden Bewegung indigener Nationalitäten in Nepal.
- Gewinnen Sie Einblicke in die politische Mobilisierung an der Basis und die Demokratisierungsprozesse im ländlichen Südasien.
- Bewerten Sie die Unterscheidungen zwischen politischen Parteien und sozialen Bewegungen anhand einer überzeugenden Fallstudie neu.