„Das Versprechen“ schildert den Niedergang einer weißen südafrikanischen Familie, die auf einer Farm außerhalb von Pretoria lebt. Die Swarts versammeln sich zur Beerdigung ihrer Mutter. Die jüngere Generation, Anton und Amor, verabscheut alles, wofür die Familie steht – nicht zuletzt das gebrochene Versprechen an die schwarze Frau, die ihr ganzes Leben für sie gearbeitet hat. Nach jahrelanger Arbeit wurde Salome ein eigenes Haus, ein eigenes Land versprochen … doch irgendwie bleibt dieses Versprechen mit jedem Jahrzehnt unerfüllt.
Der Blick des Erzählers schweift und blinzelt: Er gleitet fließend zwischen den Figuren hin und her, taucht in ihre Träume ein; seine Beobachtungsgabe ist von einer köstlichen, tödlichen Schärfe. Und während sich das Land von alten, tiefen Spaltungen zu einer neuen, vermeintlich gerechteren Gesellschaft wandelt, schwebt die verlorene Hoffnung auf mehr als nur eine Familie hinter dem Romantitel.
In dieser Geschichte einer zerrütteten Familie treffen scharfe und zarte emotionale Wahrheiten mitten ins Herz. Souverän, gekonnt und von stiller Kraft – „ Das Versprechen“ ist literarische Fiktion in ihrer schönsten Form.