Ein finsterer, boshaft komischer Roman über eine nahe Zukunft, in der die Gesetzlosen eingesperrt sind und die Gesetzlosen frei herumlaufen. Das Herz geht zuletzt Margaret Atwood in ihrer atemberaubendsten Form.
Vom Autor von Der Report der Magd Und Alias Grace
Stan und Charmaine sind ein Ehepaar, das inmitten des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruchs ums Überleben kämpft. Sie leben in ihrem Auto und bestreiten ihren Lebensunterhalt mit dem Trinkgeld, das Charmaine in einer heruntergekommenen Bar verdient. Immer mehr geraten sie in die Fänge von Banden und befinden sich in einer verzweifelten Lage. Als sie in der Stadt Consilience eine Anzeige für das Positron-Projekt sehen – ein „soziales Experiment“, das sichere Arbeitsplätze und eine eigene Wohnung verspricht – melden sie sich sofort an. Alles, was sie im Gegenzug für dieses Vorstadtparadies tun müssen, ist, alle zwei Monate ihre Freiheit aufzugeben und ihr Zuhause gegen eine Gefängniszelle einzutauschen.
Zunächst scheint alles in Ordnung. Doch langsam, ohne dass der jeweils andere es ahnt, entwickeln Stan und Charmaine eine leidenschaftliche Obsession für ihre Gegenstücke – das Paar, das ihr Haus bewohnt, während sie im Gefängnis sitzen. Bald schon gewinnen Konformitätsdruck, Misstrauen, Schuldgefühle und sexuelles Verlangen die Oberhand, und Positron erscheint weniger wie ein erhörtes Gebet, sondern vielmehr wie eine erschreckende, erfüllte Prophezeiung.