„Das Kalkutta-Chromosom“ ist ein Roman von Amitav Ghosh, der 1995 veröffentlicht wurde. Die Geschichte spielt in Kalkutta (heute Kolkata) und erstreckt sich über verschiedene Zeitepochen. Sie folgt dem Leben einer vielfältigen Gruppe von Charakteren.
Im Zentrum der Handlung steht die Suche nach einem Heilmittel gegen Malaria. Die Geschichte dreht sich um Murugan, einen Programmierer, der das Leben von Sir Ronald Ross erforscht, einem britischen Arzt, der 1902 den Nobelpreis für die Entdeckung des Malariaerregers erhielt. Je tiefer Murugan in Ross' Leben eintaucht, desto mehr stößt er auf eine mysteriöse Verbindung zwischen Ross, einem britischen Kolonialbeamten namens Ronald Tanner und einer Inderin namens L. Murugan.
Das Buch ist eine Mischung aus Geschichte, Science-Fiction und Krimi und erkundet Themen wie Kolonialismus, kulturelle Hybridität und das Verhältnis von Wissenschaft und Spiritualität. Die Erzählung verwebt verschiedene Geschichten und Zeitebenen zu einem komplexen Netz von Verbindungen, das die miteinander verwobenen Schicksale der Figuren offenbart.
Insgesamt ist „Das Kalkutta-Chromosom“ ein vielschichtiger und zum Nachdenken anregender Roman, der eine einzigartige Perspektive auf die Geschichte der Medizin, des Kolonialismus und der Suche nach Wissen bietet.