In einer verfallenden Villa an der türkischen Küste erwartet die alte Witwe Fatma den jährlichen Sommerbesuch ihrer entfremdeten Enkelkinder. Während sich Erinnerungen an ein früheres Leben mit gegenwärtigen Wünschen und politischen Unruhen verflechten, wird das Familientreffen im „Stillen Haus“ zu einem Mikrokosmos des jahrhundertelangen Kampfes der Türkei zwischen Tradition und Moderne, der tief sitzende Spannungen und ungelöste Beschwerden aufdeckt, die sie mit ihrem treuen Diener Recep, dem unehelichen Sohn des Arztes, teilt.
Ihre besuchenden Enkelkinder – ein gescheiterter Historiker, eine linke Schwester und ein ehrgeiziger Student – geraten in eine Verstrickung mit Receps Neffen, einem rechten Nationalisten, der die Familie in das wachsende politische Katastrophengeschehen einer Nation zieht, die mit ihrer Identität ringt.
Warum Sie es lesen sollten?
- Erforschen Sie Generationenkonflikte und gesellschaftlichen Wandel innerhalb einer türkischen Familie.
- Gewinnen Sie Einblicke in die komplexe politische Landschaft der Türkei und ihr Streben nach Moderne.
- Erleben Sie Orhan Pamuks gefeierte erzählerische Tiefe und Charakterentwicklung.
- Eine ergreifende Reflexion über Erinnerung, Identität und den Lauf der Zeit.