In dieser herausragenden Sammlung von Essays und Interviews liefert Foucault einen dringend benötigten Einblick in sein eigenes Denken. Die Texte, die das gesamte Spektrum seiner Interessen abdecken, ermöglichen es ihm, in seiner persönlichsten und zugänglichsten Art die Ergebnisse seiner Forschung in den jeweiligen Bereichen zu interpretieren und deren Beitrag zu dem großartigen – und erschreckenden – Bild der Gesellschaft aufzuzeigen, das er geduldig zeichnete.
Denn, wie Foucault zeigt, beschrieb er stets das Wesen der Macht in der Gesellschaft; nicht die herkömmliche Betrachtungsweise der Macht, die sich auf mächtige Individuen und repressive Institutionen konzentriert, sondern die viel allgegenwärtigeren und heimtückischeren Mechanismen, durch die die Macht „bis ins Innerste des Individuums vordringt, seinen Körper berührt und sich in sein Handeln und seine Einstellungen, seine Diskurse, seine Lernprozesse und seinen Alltag einschleicht“.
Foucaults Untersuchungen von Gefängnissen, Schulen, Kasernen, Krankenhäusern, Fabriken, Städten, Unterkünften, Familien und anderen organisierten Formen des sozialen Lebens sind jeweils ein Teil eines der erstaunlichsten intellektuellen Unterfangen aller Zeiten – und, wie dieses Buch beweist, eines, das tiefgreifende Implikationen für das Verständnis der sozialen Kontrolle unserer Körper und unseres Geistes besitzt.