Identitätsbewegungen, die auf Ethnizität, Kaste, Sprache, Religion und regionaler Zugehörigkeit basieren, haben in Nepal zunehmend an Bedeutung gewonnen und die Debatten über die Definition von Nation, Nationalismus und Staatsstruktur grundlegend verändert. Dieses Buch analysiert den rasanten Anstieg ethnischer und nationalistischer Mobilisierungen und Konflikte seit 1990, die Dynamik und Entwicklung dieser Bewegungen sowie ihre Folgen für Nepal.
Aus interdisziplinärer Perspektive untersucht das Buch die Ursprünge von Mobilisierung und Konflikten, die Gründe für die Zunahme von Mobilisierung und Gewalt sowie die politischen und sozialen Auswirkungen dieser Bewegungen. Es bietet einen historischen Kontext für diese Bewegungen und analysiert, wie Identitäten mit Formen politischer und wirtschaftlicher Ungleichheit verknüpft sind. Nepals verschiedene Identitätsgruppen – Dalits, indigene Nationalitäten, Madhesi und Muslime – haben sich in unterschiedlichem Ausmaß mobilisiert. Durch die Untersuchung dieser vielfältigen Bewegungen im selben Zeitraum und innerhalb eines Einheitsstaates verdeutlicht das Buch, welche Faktoren für die Mobilisierung von Identitätsgruppen besonders relevant sind.
Das Buch vereint empirische Beiträge zu Schlüsselfragen der Identitätsbildung aus vergleichender Perspektive und stellt damit einen interessanten Beitrag zu den Südasienstudien sowie zu Studien über Nationalismus und Identität im weiteren Sinne dar.