Im 16. Jahrhundert war das riesige und hochentwickelte chinesische Reich westlichen Reisenden nahezu unbekannt. Mit der Ausweitung des Welthandels beflügelte dieses Land von angeblich unermesslichem Reichtum, blassen Frauen und unentzifferbaren Sprachen die Fantasien europäischer Kaufleute und Abenteurer. Die katholische Kirche sah in diesem großen Volk Millionen von Seelen, die verdammt wären, wenn ihnen nicht die christliche Botschaft gebracht würde.
In diesem Buch erzählt Mary Laven die außergewöhnliche Geschichte der ersten Jesuitenmission in China. Der italienische Priester Matteo Ricci und eine Handvoll gelehrter Gefährten sahen sich enormen Herausforderungen gegenüber und erhielten vom für seine Fremdenfeindlichkeit bekannten Wanli-Kaiser die Erlaubnis, sich in der sagenumwobenen Verbotenen Stadt niederzulassen.
Ricci und seine Gefährten lebten unter Eunuchen und Mandarinen, trugen die Kleidung konfuzianischer Gelehrter und bemühten sich, die Sprache und Kultur ihrer Gastgeber zu beherrschen. Gleichzeitig predigten sie mit großem Eifer die Vorzüge westlicher Kunst und Wissenschaft.
In Mission nach China Mary Laven erweckt diese ferne Welt auf lebendige Weise zum Leben.