„Lächerliche Lieben“ ist eine Sammlung von Erzählungen, die vor 1968 in Prag erstmals veröffentlicht, später jedoch verboten wurde. Die sieben Geschichten kreisen um die Liebe, genauer gesagt um die komplexen erotischen Spiele und Strategien, die Frauen und insbesondere Männer anwenden, um mit ihren Bedürfnissen und Impulsen umzugehen, die eine Kette beängstigender Ereignisse auslösen können. Sexuelle Anziehung wird als ein Spiel dargestellt, das oft bitter endet, eine Erfahrung, die schmerzhafte Erkenntnisse mit sich bringt und Unsicherheit, Panik, Eitelkeit und ein ständiges Bedürfnis nach Bestätigung freisetzt. So beginnt ein junges Paar im Urlaub ein Spiel der Täuschung, das ihre Beziehung zu zerstören droht; zwei Männer mittleren Alters suchen nach Frauen, die sie eigentlich nicht begehren; ein junger Mann nimmt den Kontakt zu einer älteren Frau wieder auf, die sich durch ihren alternden Körper gedemütigt fühlt; ein älterer Arzt nutzt seine schöne Frau, um seine Attraktivität zu steigern und seine sexuelle Eitelkeit zu befriedigen. In „ Lächerliche Lieben“ erweist sich Milan Kundera einmal mehr als Meister der raffiniertesten Illusionen und Überraschungen der Fiktion.