Mitreißend. Explosiv. Lyrisch. Mitfühlend. Hier ist der erstaunliche Roman der mit dem Man Booker Prize ausgezeichneten Autorin von Der weiße Tiger Ein Buch, das Wut und Zorn über Ungerechtigkeit in eine packende Kriminalgeschichte verwandelte. Nun erweitert Aravind Adiga mit derselben Furchtlosigkeit und demselben Scharfsinn sein Spektrum und präsentiert uns eine fesselnde Geschichte über Geld und Macht, Luxus und Entbehrung, angesiedelt in der pulsierenden Metropole Mumbai.
Im Zentrum dieses Romans stehen zwei gleichermaßen faszinierende Männer, die sich einem Showdown nähern. Der Immobilienentwickler Dharmen Shah hat sich aus dem Nichts ein Imperium geschaffen und hofft, sein Vermächtnis mit einem Gebäude namens „Shanghai“ zu krönen, das zu den exklusivsten Adressen der Stadt zählen soll. Dem charismatischen Shah kann man nur schwer widerstehen. Doch in dem pensionierten Lehrer Masterji findet er seinen Meister. Shah bietet Masterji und seinen Nachbarn – den Bewohnern von Turm A der Vishram Society, einem einst respektablen, nun verfallenden Wohnhaus, auf dessen Gelände Shahs Luxus-Hochhaus entstehen soll – eine großzügige Abfindung an. Sie können ihr Glück kaum fassen. Nur Masterji weigert sich, das Gebäude zu verlassen, das er seit Langem sein Zuhause nennt. Während der Abrisstermin näher rückt, steigen die Begierden; Nachbarn werden zu Feinden und Bekannte zu Verschwörern, die riskieren, ihre Menschlichkeit zu verlieren, um ihre Abfindung zu erhalten.
Hier ist eine packende, spannungsgeladene Geschichte über gewöhnliche Menschen, die an einem ihnen völlig fremden Ort an ihre Grenzen getrieben werden: das neue Indien, wie es nur Aravind Adiga erkunden – und enthüllen – konnte. Lebendig, eindringlich, mit Humor und Tiefgang erzählt. Letzter Mann im Turm ist sein bisher beeindruckendstes Werk.