Am 15. August 1947 um Mitternacht wurde eine neue Nation geboren. Sie zählt 17 Hauptsprachen und 22.000 verschiedene Dialekte. Über eine Milliarde Menschen aller bekannten ethnischen Gruppen leben hier. 32 Prozent der Bevölkerung sind Analphabeten, gleichzeitig verfügt Indien aber auch über einen der größten Pools an ausgebildeten Wissenschaftlern und Ingenieuren weltweit. Seine jahrhundertealte Zivilisation ist die Wiege von vier großen Religionen, einem Dutzend verschiedener klassischer Tanztraditionen und 300 Zubereitungsarten für Kartoffeln. Shashi Tharoors „India“ ist ein faszinierendes Porträt eines der interessantesten Länder der Welt – seiner Politik, seiner Mentalität und seines kulturellen Reichtums. Doch es ist auch ein eloquentes Plädoyer für die Bedeutung Indiens für die Zukunft Amerikas und der industrialisierten Welt. Mit der Energie und Gelehrsamkeit, die seine preisgekrönten Romane auszeichnen, zeigt Tharoor auf, dass Inder ein Sechstel der Weltbevölkerung stellen und ihre Entscheidungen weltweite Auswirkungen haben werden. Er behandelt dieses umfassende Thema in einem Werk von bemerkenswerter Tiefe und verblüffender Originalität, indem er Elemente politischer Wissenschaft, persönlicher Reflexion, Memoiren, Fiktion und Polemik miteinander verbindet, die alle in einer lebendigen und fesselnden Prosa zum Ausdruck kommen.