Befindet sich aktuell in Bill Gates' Büchertasche und gehört zu den FT-Büchern des Jahres 2018.
Immer häufiger bestimmen Identitätsfragen die Weltpolitik. Nation, Religion, Konfession, Rasse, Ethnie, Geschlecht: Diese Kategorien haben umfassendere, inklusivere Vorstellungen davon, wer wir sind, verdrängt. Wir haben Mauern statt Brücken gebaut. Die Folge: zunehmende Fremdenfeindlichkeit, Ausschreitungen auf Universitätsgeländen und die Rückkehr offener weißer Vorherrschaft in unsere Politik.
2014 schrieb Francis Fukuyama, dass sich amerikanische und globale Institutionen im Niedergang befänden, da der Staat von mächtigen Interessengruppen vereinnahmt werde. Zwei Jahre später bewahrheiteten sich seine Vorhersagen durch den Aufstieg einer Reihe politischer Außenseiter, deren Wirtschaftsnationalismus und autoritäre Tendenzen die gesamte internationale Ordnung zu destabilisieren drohen. Diese populistischen Nationalisten suchen eine direkte, charismatische Verbindung zum „Volk“, das zumeist eng gefasst definiert wird und eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf die eigene Gruppe ausübt, während große Teile der Gesamtbevölkerung ausgeschlossen werden.
„Identität“ ist ein dringliches und notwendiges Buch: eine deutliche Warnung, dass wir uns zu fortwährenden Konflikten verdammen werden, wenn wir kein universelles Verständnis von Menschenwürde entwickeln.