Wir stehen am Rande einer ökologischen Megakrise, die die Zukunft des Lebens auf der Erde bedroht, und unser Handeln in den nächsten Jahren wird das Schicksal unserer Nachkommen maßgeblich bestimmen. Zwischen Manifest und Aktionsplan entwirft der radikale Zukunftsforscher und Philosoph Daniel Pinchbeck in seinem Buch „Wie bald ist jetzt?“ die Vision einer breiten sozialen Bewegung, die diese Krise bewältigen soll. Gestützt auf ein breites Spektrum an Quellen und Referenzen liefert Pinchbeck überzeugende Argumente für die Notwendigkeit eines globalen Wandels: Nur wenn wir uns als eine planetarische Gemeinschaft begreifen, kann dieser Wandel stattfinden. Die zentrale These lautet, dass die Menschheit die ökologische Krise selbst herbeigeführt hat, um die notwendigen Bedingungen für die Überwindung ihres gegenwärtigen Seinszustandes zu schaffen, indem sie eine initiatorische Prüfung auf planetarischem Niveau durchläuft. Diese kollektive Prüfung ist notwendig, damit wir uns von einem Seinszustand – unserem gegenwärtigen Bewusstseinsniveau – zum nächsten entwickeln können. Durch diese Initiation erkennen wir uns als ein einziges, vereintes Wesen, einen planetarischen Superorganismus in symbiotischer Beziehung mit dem Ökosystem der Erde und dem gesamten Netz des Lebens. Pinchbecks Buch, das von Energie und Landwirtschaft über Kultur, Politik und Medien bis hin zu Ideologie reicht, handelt letztlich von der Natur der menschlichen Seele und der Zukunft unserer Welt. Er fordert eine bewusste und zielgerichtete Metamorphose unserer gegenwärtigen Systeme, die kapitalistische und exklusive Strukturen in partizipative, demokratische und inklusive Strukturen transformiert, basierend auf der Integration östlicher Metaphysik, Sozialökologie und radikalen politischen Denkens. „Wie bald ist jetzt?“ liefert uns den Kontext, den wir brauchen, um das Chaos und die Turbulenzen unserer Zeit zu verstehen. – Sting