Chika Jeune wurde drei Tage vor dem verheerenden Erdbeben geboren, das Haiti im Jahr 2010 verwüstete. Sie verbrachte ihre Kindheit in extremer Armut, und als ihre Mutter bei der Geburt eines kleinen Bruders starb, wurde Chika in das Waisenhaus „Have Faith Haiti“ gebracht, das Albom in Port-au-Prince betreibt.
Da sie selbst keine Kinder haben, sind die über vierzig Kinder, die im Waisenhaus leben, spielen und zur Schule gehen, für Mitch und seine Frau Janine zu einer Familie geworden. Chikas Ankunft hinterlässt sofort Eindruck. Mutig und selbstbewusst, schon mit drei Jahren, begeistert sie die anderen Kinder und die Lehrer. Doch im Alter von fünf Jahren erhält Chika plötzlich eine Diagnose, von der ein Arzt sagt: „Dabei kann dir in ganz Haiti niemand helfen.“
Mitch und Janine bringen Chika nach Detroit, in der Hoffnung, dass die amerikanische Medizin sie bald in ihre Heimat zurückbringen kann. Stattdessen wird Chika ein fester Bestandteil ihres Haushalts und ihres Lebens, während sie sich auf eine zweijährige Weltreise begeben, um ein Heilmittel zu finden. Chikas unerschütterlicher Optimismus und Humor lehren Mitch die Freude an der Kindererziehung, und er erkennt, dass eine auf Liebe gegründete Beziehung, egal welche Schicksalsschläge sie erleidet, niemals zerbrechen kann.
Erzählt aus der Rückschau und durch aufschlussreiche Gespräche mit Chika selbst, zeigt sich Albom hier von seiner ergreifendsten und verletzlichsten Seite. „Finding Chika“ ist eine Hommage an ein Mädchen, ihre Adoptiveltern und die unglaubliche Bindung, die zwischen ihnen entstand – ein erschütternd schönes Porträt dessen, was es bedeutet, eine Familie zu sein, ganz gleich, wie sie entstanden ist.