Eine wichtige Auseinandersetzung mit der Geschlechterpolitik von einer äußerst einflussreichen Philosophin, die als „die Simone de Beauvoir des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet wurde.
Männliches Anspruchsdenken nimmt viele Formen an. Zum einen das Recht auf Sex, zum anderen aber noch heimtückischer das Recht auf Bewunderung, körperliche Selbstbestimmung, Wissen, Macht und sogar Fürsorge. In diesem dringlichen Beitrag bietet die Philosophin Kate Manne einen radikal neuen Ansatz zum Verständnis von Frauenfeindlichkeit.
In klarer, eindringlicher Sprache spannt sie einen weiten Bogen über die Kultur – von den Kavanaugh-Anhörungen und dem Film „Cat Person“ bis hin zu Harvey Weinstein und Elizabeth Warren –, um zu zeigen, wie tief verwurzelt das Problem ist, dass einem privilegierten Mann stillschweigend etwas zusteht. Männliches Anspruchsdenken erklärt eine Vielzahl von Phänomenen, von Besserwisserei und der Vernachlässigung des Leidens von Frauen bis hin zu Massenerschießungen durch Incels und der scheinbar unüberwindlichen Vorstellung, Frauen seien „nicht wählbar“. Die Folgen für Mädchen und Frauen sind oft verheerend.
Wie Manne aufzeigt, ist toxische Männlichkeit nicht nur das Produkt einiger weniger Übeltäter; wir alle sind davon betroffen, geprägt von den Strömungen unserer Zeit. Mit Witz und intellektueller Schärfe wirft sie ein neues Licht auf Geschlecht und Macht und entwirft die Vision einer Welt, in der Frauen genauso wie Männer Anspruch auf Fürsorge, Glauben und Wertschätzung haben.