Teils autobiografisch und Yashpals erster Roman, ist „Dada Comrade“ ein außergewöhnliches Buch, das abwechselnd rasant und philosophisch ist. Es erzählt die Geschichte des jungen Revolutionärs Harish, der Ende der 1930er-Jahre aus seiner revolutionären Partei ausgeschlossen wird, die ihn aufgrund seines Wissens um zu viel sogar töten will. Gleichzeitig entwickelt sich zwischen ihm und Shailbala, einem Parteimitglied und der Tochter eines wohlhabenden Industriellen aus Lahore, eine Liebesbeziehung. Shailbala, eine ungewöhnliche Heldin, setzt sich offen für sexuelle Freiheit ein und hinterfragt immer wieder die patriarchalen Denkweisen anderer.
Als Harish den Fängen seiner Partei entkommt und die Eisenbahnarbeiter von Lahore zu einem Massenstreik anstiftet, wird er von der britischen Regierung hereingelegt und vor Gericht gestellt. Shailbala hingegen stellt sich ihrem Vater entgegen und beschließt, das von Harish gezeugte Kind zu behalten. Dabei findet sie einen neuen Verbündeten: Dada, den alternden Anführer von Harishs revolutionärer Partei, der ihn zuvor verurteilt hatte.
Dada Genosse warf Fragen nach den Wegen zu Freiheit und Gleichheit sowie nach Begehren, Ehe und Geburtenkontrolle auf und war seiner Zeit weit voraus. Das Werk kündigte die Ankunft eines literarischen Genies an. Die flüssige Übersetzung und die wissenschaftliche Einleitung von Simona Sawhney werden die Leser von heute ansprechen und sie dazu anregen, ihre Ideale und Werte zu hinterfragen.