Christoph Kolumbus war ein italienischer Entdecker und Seefahrer aus der Republik Genua. Er unternahm vier von den Katholischen Königen finanzierte Reisen über den Atlantik von Spanien aus und ebnete den Weg für die weitreichende europäische Erkundung und Kolonialisierung Amerikas. Seine Expeditionen stellten den ersten bekannten europäischen Kontakt mit der Karibik sowie Mittel- und Südamerika dar. Er wuchs an der Küste Liguriens auf und ging in jungen Jahren zur See. Er reiste viel, bis in den Norden der Britischen Inseln und bis in den Süden des heutigen Ghana. Er heiratete die portugiesische Adlige Filipa Moniz Perestrelo, die einen Sohn, Diego, gebar, und lebte mehrere Jahre in Lissabon. Die Katholischen Könige, Königin Isabella I. und König Ferdinand II., sponserten Christoph Kolumbus für eine Reise nach Westen. Kolumbus verließ Kastilien im August 1492 mit drei Schiffen und landete am 12. Oktober in Amerika, womit die als präkolumbianische Ära bezeichnete Periode menschlicher Besiedlung in Amerika endete. Sein Landeplatz war eine Insel auf den Bahamas, die von ihren Ureinwohnern Guanahani genannt wurde. Anschließend besuchte er die heute als Kuba und Hispaniola bekannten Inseln und gründete eine Kolonie im heutigen Haiti. Kolumbus kehrte Anfang 1493 mit gefangenen Ureinwohnern nach Kastilien zurück. Die Nachricht von seiner Reise verbreitete sich schnell in ganz Europa. Kolumbus unternahm drei weitere Reisen nach Amerika, wobei er 1493 die Kleinen Antillen, 1498 Trinidad und die Nordküste Südamerikas sowie 1502 die Ostküste Mittelamerikas erkundete. Viele der von Kolumbus vergebenen Namen für geografische Merkmale, insbesondere die Namen von Inseln, sind noch heute in Gebrauch.