In diesem Meisterwerk untersucht Manoj Mitta die Beständigkeit und Gewalt des hinduistischen Kastensystems aus juristischer Perspektive. Er verknüpft zwei Jahrhunderte Rechtsreformen mit sozialen Bewegungen und legt die Persönlichkeiten, Reden, Verwirrungen und Entscheidungen offen, die den Kampf gegen das Kastensystem geprägt haben. Dabei zeigt er auf, wie diese uralte Institution Hindus in jeder Hinsicht diskriminierte: Wo sie leben durften, wie sie sich kleiden durften, ob sie einkaufen gehen, an einem Bach entlanglaufen, auf der Straße spazieren gehen oder sich unter die Leute mischen durften, ob sie einen Tempel betreten durften, wen und wie sie heiraten durften, welche Schriften für wen galten und ob ihre Handlungen, ob unschuldig oder kriminell, bestraft oder ungestraft blieben.
Das Buch beschreibt auf brillante Weise den Übergang des Hinduismus in seine moderne Form und würdigt Frauen und Männer aus allen Kasten – Pioniere wie Savitribai Phule, M. C. Rajah, R. Veerian, B. R. Ambedkar, Vithalbhai Patel und andere – sowie Persönlichkeiten außerhalb des Kastensystems, darunter nicht-hinduistische Abgeordnete und Verwaltungsbeamte wie Maneckji Dadabhoy, William Bentinck und Lord Willingdon. Es untersucht die Positionen von führenden Persönlichkeiten wie Motilal Nehru, Thomas Munro, Mahatma Gandhi und C. Rajagopalachari neu und zeigt, warum Kasten-Vorurteile an Namen wie Madan Mohan Malviya und Surendra Nath Banerjea haften bleiben.
Anhand dieser Reformgeschichten zeigt Mitta, dass die Unberührbarkeit lediglich der bekannteste Aspekt des Varna-Systems ist, einer schwer fassbaren, auf Reinheit basierenden Hierarchie, die die Freiheiten aller beeinträchtigt. Mit bahnbrechenden Entdeckungen und scharfsinnigen Einsichten ist „Kastenstolz“ gleichermaßen bewegend, aufschlussreich und transformierend.