In diesem brisanten Buch stellt Suraj Yengde, ein Dalit-Gelehrter der ersten Generation, der auf verschiedenen Kontinenten ausgebildet wurde, tief verwurzelte Vorstellungen über das Kastensystem in Frage und legt dessen viele Schichten offen.
Er beschreibt seine erschütternden Kindheitserfahrungen in einem Dalit-Viertel, die vielfältigen Demütigungen, die Dalits täglich erleiden, und ihre unglaubliche Widerstandsfähigkeit, die durch Liebe und Humor ermöglicht wird. Indem er die unüberwindliche gläserne Decke offenlegt, die für Dalits selbst in Politik, Bürokratie und Justiz existiert, liefert Yengde einen schonungslos ehrlichen Bericht über die Spaltungen innerhalb der Dalit-Gemeinschaft selbst – von ihren internen Kastenspaltungen über das Verhalten der Dalit-Elite bis hin zu ihren symbolischen Formen moderner Unberührbarkeit –, die alle unter dem unausweichlichen Einfluss brahmanischer Doktrinen stehen.
Dieses bahnbrechende Buch enthüllt, wie das Kastensystem die menschliche Kreativität erstickt und dabei erschreckende Ähnlichkeiten mit anderen Formen der Unterdrückung aufweist, etwa mit Rassismus, Klassismus und Sexismus. „Caste Matters“ ist zugleich eine Reflexion über Ungleichheit und ein Aufruf zum Handeln: Solange Dalits nicht die Macht ergreifen und Brahmanen sich nicht gemeinsam gegen den Brahmanismus verbünden, um einen echten Wandel herbeizuführen, wird das Kastensystem weiterhin eine Rolle spielen.