Hugo Baumgartner, ein deutscher Jude, findet sich als ewiger Außenseiter wieder, zu dunkel für Nazideutschland und zu hell für Indien. Nach der Flucht vor dem Naziregime und dem Verlust seiner Eltern baut er sich in Indien ein neues Leben auf, nur um dort weiteren Störungen durch Krieg und Teilung ausgesetzt zu sein. Schließlich lässt er sich in Bombay nieder, einer Stadt, die zu seiner Heimat wird. Die Erzählung stellt ihn als älteren, sanftmütigen Mann vor, der Teestuben aufsucht, um Futter für seine vielen Katzen zu sammeln. Seine Routine wird durch eine Begegnung mit einem unberechenbaren jungen Deutschen, einem drogenabhängigen Hippie, in seinem Stammlokal, dem Café du Paris, zerschlagen, was sein Leben für immer verändert.
Warum Sie lesen sollten?
- Erkunden Sie eine ergreifende Erzählung über Vertreibung und die Suche nach Zugehörigkeit über Kontinente und Kulturen hinweg.
- Tauchen Sie ein in eine Charakterstudie von Hugo Baumgartner, einem Überlebenden, der die turbulenten Ereignisse des 20. Jahrhunderts durchlebt.
- Erleben Sie ein reiches Geflecht von Schauplätzen, von Berlin und Venedig bis Kalkutta und Bombay, das eine lebendige Kulisse für die Reise des Protagonisten bietet.
- Gewinnen Sie Einblicke in die Komplexität der Identität und die nachhaltigen Auswirkungen historischer Ereignisse auf das individuelle Leben.
Über die Autorin
Anita Desai ist eine indische Roman- und Kurzgeschichtenautorin. Sie ist Fellow der Royal Society of Literature und wurde mit dem Sahitya Akademi Award sowie dem Padma Bhushan ausgezeichnet. Sie stand dreimal auf der Shortlist für den Booker Prize. Ihre Werke erforschen oft Themen wie Identität, Entfremdung und die Komplexität menschlicher Beziehungen, angesiedelt vor dem Hintergrund der indischen Gesellschaft.