Die Krise in Europa ist noch nicht vorbei, sie verschärft sich. In dieser dramatischen Erzählung über Europas wirtschaftlichen Aufstieg und spektakulären Fall zeigt Yanis Varoufakis, ehemaliger griechischer Finanzminister und aufstrebender Star der europäischen Anti-Austeritätsbewegung, im Telegraph, dass die Ursachen des Zusammenbruchs viel tiefer liegen, als unsere politischen Führer zugeben wollen, und dass wir bisher nichts unternommen haben, um sie zu beheben. 2008 wuchs das westliche Finanzwesen über die Dimensionen der Erde hinaus. Als die Wall Street zusammenbrach, verschlang ein tödlicher Umarmungszustand zwischen insolventen Banken und bankrotten Staaten Europa. Ein halbes Dutzend Volkswirtschaften brachen zusammen, und mehrere weitere standen kurz davor. Doch der Sturm ist noch lange nicht vorüber. Von den Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs bis heute schildert Varoufakis, wie die Eurozone nicht als Weg zu gemeinsamem Wohlstand, sondern als Schuldenpyramide mit Ländern wie Griechenland, Irland, Portugal und Spanien an deren Basis entstand. Ihr verhängnisvolles Konzept machte einen Zusammenbruch unausweichlich und katastrophal. Doch seit der Hurrikan wütete, haben Europas Staats- und Regierungschefs einen Cocktail aus noch mehr Schulden und harter Sparpolitik anstelle von Reformen gewählt und damit sichergestellt, dass die schwächsten Bürger der schwächsten Nationen den Preis dafür zahlen. Banker begehen Fehler, während sie nichts unternehmen, um den nächsten Zusammenbruch zu verhindern. Stattdessen hat das Prinzip der größten Sparmaßnahmen für diejenigen, die am stärksten von Rezessionen betroffen sind, zu einem Wiederaufleben rassistischen Extremismus geführt. Europa stellt erneut eine ernsthafte Bedrohung für die globale Stabilität dar. Varoufakis schöpft aus seinen persönlichen Erfahrungen in Verhandlungen mit den Finanziers der Eurozone und bietet konkrete politische Maßnahmen und Alternativen an. Er zeigt, wie wir dieses Schlamassel herbeigeführt haben und wie wir uns daraus befreien können. „Und die Schwachen erleiden, was sie müssen“ erinnert uns an unsere Geschichte, um den europäischen Kapitalismus vor sich selbst zu retten.