„Jeder von uns in seinem eigenen Leben“ erzählt die Geschichte einer Begegnung zwischen Fremden, deren Leben sich auf schicksalhafte Weise prägt. Ava Berriden, eine kanadische Anwältin, kündigt ihren Job in einer Wirtschaftskanzlei in Toronto, beendet ihre leidenschaftslose Ehe und zieht nach Nepal, von wo sie als Baby adoptiert wurde. In Kathmandu kämpft sie darum, eine neue Karriere in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit zu starten und eine Verbindung zu ihrem Geburtsland aufzubauen.
Avas Arbeit bringt sie mit Indira Sharma in Kontakt, einer führenden Gender-Expertin in Kathmandu. Sie führt sie auch in ein kleines Dorf, wo die aufgeweckte junge Sapana Karki von Fortschritt für sich, ihre Gemeinschaft und ihr Land träumt. Sapanas weltmüder Halbbruder Gyanu, der in Dubai arbeitet, ist nach dem Tod des Vaters zurückgekehrt, um die Zukunft seiner Schwester zu regeln. Jeder Mensch befindet sich auf seiner eigenen Reise. Diese Reisen kreuzen sich in einer zufälligen Begegnung zwischen Ava und Gyanu. In der Folge verändern ihre Entscheidungen das Leben der anderen. Der Roman taucht ein in die zynische, vom Geld getriebene Welt der internationalen Hilfe und reflektiert die jüngsten Ereignisse in Nepal, darunter das verheerende Erdbeben von 2015 und die darauffolgende Ausarbeitung einer neuen Verfassung. Letztendlich ist es eine Geschichte über die Verbundenheit der Menschen und die unerwarteten Wege, auf denen Fremde zueinander finden.