Der Friedensnobelpreisträger und Bestsellerautor von „Banker to the Poor“, Muhammad Yunus, präsentiert seine Vision eines neuen Wirtschaftssystems, das die Menschheit und den Planeten retten kann. Yunus, der Mikrokredite erfand, das Sozialunternehmen begründete und für seinen Kampf gegen die Armut mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, zählt zu den schärfsten Sozialkritikern unserer Zeit. Er erklärt, es sei an der Zeit, die Schwächen des Kapitalismus einzugestehen – in seiner jetzigen Form führe er unweigerlich zu grassierender Ungleichheit, massiver Arbeitslosigkeit und Umweltzerstörung. Wir brauchen ein neues Wirtschaftssystem, das Altruismus als ebenso starke schöpferische Kraft wie Eigeninteresse freisetzt. Ist das eine Utopie? Keineswegs. Im letzten Jahrzehnt haben bereits Tausende von Menschen und Organisationen Yunus’ Vision einer neuen Form des Kapitalismus aufgegriffen und innovative Sozialunternehmen gegründet, die darauf abzielen, menschliche Bedürfnisse zu befriedigen, anstatt Reichtum anzuhäufen. Sie bringen Solarenergie in Millionen von Haushalte in Bangladesch, machen Tausende von arbeitslosen Jugendlichen durch Beteiligungen zu Unternehmern und finanzieren von Frauen geführte Unternehmen in Städten in den gesamten Vereinigten Staaten. Er hat sich zum Ziel gesetzt, der armen Landbevölkerung Frankreichs Mobilität, Unterkunft und andere Dienstleistungen zu ermöglichen und ein globales Unterstützungsnetzwerk für junge Unternehmer beim Start ihrer Unternehmen aufzubauen. In „Eine Welt mit drei Nullen“ beschreibt Yunus die neue Zivilisation, die aus den wirtschaftlichen Experimenten hervorgeht, zu denen seine Arbeit angeregt wurde.