„Die Geschichte des nepalesischen Volkes“ ist eine bahnbrechende Abhandlung, die die epochalen Ereignisse beleuchtet, die das Himalaya-Land aus der Dunkelheit des Mittelalters zur modernen Republik transformierten. Der Autor würdigt die bedeutenden Beiträge des nepalesischen Volkes, das eine heldenhafte Rolle bei der Gestaltung des heutigen nepalesischen Staatswesens spielte.
Dr. Ojha beginnt mit den Hintergründen der Demokratiebewegung von 1950 und analysiert anschließend detailliert mehrere Schlüsselereignisse, darunter die Beteiligung von König Tribhuwan, die Machtübernahme von König Mahendra im Jahr 1960 und deren Folgen. In den folgenden Kapiteln werden die wichtigsten Umbrüche während des Einparteienregimes der Panchayat und der Aufbau der Volksbewegung von 1990, die die Mehrparteiendemokratie in Nepal einleitete, empirisch dargestellt. Anschließend beleuchtet die Autorin das turbulente Jahrzehnt der Volksbewegung und die Rolle der politischen Parteien bei der Wiederherstellung des Mehrparteiensystems, gefolgt von der direkten Herrschaft des Königs am 4. Oktober 2002. Die letzten Kapitel analysieren den maoistischen Krieg (1996–2006), die Volksbewegung von 2007 und die Entstehung der Verfassungsgebenden Versammlung im Jahr 2008. Anhand von Primär- und Sekundärquellen wie Zeitungen, Flugblättern und Broschüren sowie Interviews mit Akteuren und Teilnehmern des demokratischen Kampfes schildert Dr. Ojha die bewegten Jahre des nepalesischen Volkes im Kampf um Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie in all ihren Facetten. Sie bedauert, dass die nationale Entwicklung auch nach sieben Jahrzehnten politischen Kampfes noch immer ein unerfüllter Traum bleibt. Dieses monumentale Werk einer angesehenen nepalesischen Wissenschaftlerin ist ein Muss für Forscher, Politikwissenschaftler, Entscheidungsträger und alle interessierten Laien, die die Hintergründe der zeitgenössischen nepalesischen Geschichte und Politik verstehen möchten.