Asle ist ein alternder Maler und Witwer, der allein an der Südwestküste Norwegens lebt. Seine einzigen Freunde sind sein Nachbar Åsleik, ein traditioneller Fischer und Bauer, und Beyer, ein Galerist aus der Stadt. Dort, in Bjørgvin, lebt noch ein anderer Asle.
Auch er ist Maler, aber einsam und dem Alkohol verfallen. Asle und Asle sind Doppelgänger – zwei Versionen derselben Person, zwei Versionen desselben Lebens, beide ringen mit existenziellen Fragen.
Im letzten Band von Jon Fosses Septologie, dem bedeutendsten Prosawerk des „Beckett des 21. Jahrhunderts“ (Le Monde), naht Weihnachten. Traditionell essen Åsleik und Asle gemeinsam Lutefisk, doch dieses Jahr hat Asle zum ersten Mal zugestimmt, Weihnachten mit Åsleik und seiner Schwester Guro zu feiern. Am Heiligabend fahren Åsleik, Asle und der Hund Bragi mit Åsleiks Boot auf den Sygnefjord hinaus. Parallel dazu verfolgen wir in Rückblenden das Leben der beiden Asles als junge Erwachsene: Der Erzähler begegnet seiner großen Liebe Ales, tritt der katholischen Kirche bei, beginnt mit Beyer auszustellen und kann seinen Lebensunterhalt damit verdienen, die Bilder in seinem Kopf zu malen. Nach einiger Zeit verlassen Asle und Ales die Stadt und ziehen in das Haus in Dylgja. Auch der andere Asle heiratet, doch seine Hochzeit endet mit einer weinenden Braut und kurz darauf mit einer schmerzhaften Trennung.
Geschrieben in melodischer und hypnotischer „langsamer Prosa“, ist „A New Name: Septology VI-VII“ von Jon Fosse eine transzendente Erkundung der menschlichen Existenz und ein radikal anderes Leseerlebnis – beschwörend, hypnotisch und absolut einzigartig.