Richard Hughes' Roman „ Ein starker Wind in Jamaika“ ist ein fesselnder und zugleich beunruhigender Roman, der die traditionelle Abenteuergeschichte auf den Kopf stellt. Erstmals 1929 erschienen, erzählt er die Geschichte einer Gruppe britischer Kinder, die nach der Zerstörung ihres Zuhauses in Jamaika durch einen Hurrikan zurück nach England geschickt werden – nur um unterwegs von Piraten entführt zu werden. Statt einer abenteuerlichen Seefahrergeschichte erkundet der Roman die psychische Widerstandsfähigkeit und die moralische Ambivalenz von Kindern in außergewöhnlichen Umständen.
Hughes stellt die Unschuld der Kindheit meisterhaft der brutalen und unberechenbaren Welt der Erwachsenen gegenüber. Die Kinder gewöhnen sich mit unheimlicher Leichtigkeit an das Leben an Bord des Piratenschiffs und zeigen dabei oft eine beunruhigende Distanz zur Gewalt um sie herum. Während die Piraten mit ihren unerwarteten Passagieren zu kämpfen haben, entfaltet sich die Geschichte mit schwarzem Humor und psychologischer Tiefe.
Warum sollte man dieses Buch lesen?
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Eine wunderschön geschriebene und zutiefst originelle Interpretation des Abenteuerromans.
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Untersucht die Psychologie des Kindesalters mit beunruhigendem Realismus und tiefer Einsicht.
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Unterläuft die Erwartungen an Piratengeschichten und Coming-of-Age-Erzählungen.
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Wirft moralische Fragen über Unschuld, Erfahrung und die menschliche Natur auf.
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Ein literarischer Klassiker, der von Autoren wie William Golding und John Updike gelobt wurde.
Über den Autor
Richard Hughes (1900–1976) war ein britischer Schriftsteller, der für seine Vielseitigkeit in verschiedenen Genres bekannt war, von Romanen über Theaterstücke bis hin zu Gedichten. „A High Wind in Jamaica “ ist bis heute sein berühmtester Roman und gilt als Vorläufer von Werken wie „Herr der Fliegen“ . Hughes war zudem ein Pionier des Rundfunks und Mitglied der Walisischen Akademie.