Der Weltraum ist riesig. Wirklich riesig. Man kann sich einfach nicht vorstellen, wie unermesslich, gewaltig, unfassbar groß er ist. Ich meine, man mag denken, der Weg zur Apotheke sei weit, aber das ist im Vergleich zum Weltraum ein Klacks. (Douglas Adams, Per Anhalter durch die Galaxis)
Wir Menschen tun uns schwer mit der Unendlichkeit – und doch ist sie ein erstaunlich menschliches Thema. Philosophen und Mathematiker haben sich in ihren Gedanken über ihr Wesen und ihre Komplexität fast in den Wahnsinn getrieben – und doch ist es ein Konzept, das Schulkinder ganz selbstverständlich verwenden. Die Erforschung der Unendlichkeit ist eine Reise in die Welt der Paradoxien. Da ist eine Größe, die die Arithmetik auf den Kopf stellt und es möglich macht, dass 1 = 0 gilt. Da ist ein Konzept, das es uns erlaubt, beliebig viele zusätzliche Gäste in ein bereits volles Hotel zu quetschen. Am bizarrsten ist jedoch, dass es recht einfach zu zeigen ist, dass es etwas Größeres als die Unendlichkeit geben muss – obwohl sie doch eigentlich das Größte sein sollte, was es überhaupt geben kann.
Brian Clegg nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise durch die Grenzregion zwischen dem Unermesslich Großen und dem Absoluten. Sie führt uns von Archimedes, der die Sandkörner zählte, die das Universum füllen würden, bis zu den neuesten Theorien über die physikalische Realität des Unendlichen. Voller unerwarteter Entdeckungen – ob Augustinus über das Wesen der Schöpfung nachsinniert, Newton und Leibniz um die Urheberschaft der Infinitesimalrechnung streiten oder Cantor darum ringt, seine Vision des Transfiniten zu verbreiten – liegt die Faszination der Unendlichkeit darin, wie sie das Alltägliche mit dem Außergewöhnlichen, das Prosaische des Alltags mit dem Esoterischen verbindet.
Ob Ihr Interesse an der Unendlichkeit mathematischer, philosophischer, spiritueller oder einfach nur neugieriger Natur ist, dieses leicht verständliche Buch bietet eine anregende und unterhaltsame Lektüre.